Mein Laufjahr 2008 wurde - zumindest in der 2. Jahreshälfte - durch Verletzungen, Trainingsausfälle und Formschwächen geprägt. Aber es gab auch Positives, nämlich Läufe der ganz speziellen Art.
Zur Vorbereitung meines Rückblickes las ich selbst noch einmal in den Blogbeiträgen des Jahres, ließ den einen oder anderen Lauf Revue passieren und erinnerte mich an Begebenheiten.
So entstand ein Blick in den Rückspiegel - in dem ich viele Wolken, aber auch Sonnenschein entdeckte.
Die dunklen Wolken: Verletzungen, gerissene Serien und geplatzte Träume
Wenn 2007 bei mir schon Mau war, dann war 2008 Mau-Mau. Zumindest was sportliche Leistungen betrifft war das Jahr kaum noch zu unterbieten. Gerade mal zwei Marathönchen im Bummeltempo, kein einziger Ultralauf. Das war nicht das, was ich mir am Anfang des Jahres so vorgestellt hatte.
Woran lag es?
Zwischen Oktober 2007 und Anfang Februar 2008 hatte ich keine einzige Woche mit mehr als zwei Laufeinheiten. Das macht sich natürlich bemerkbar.
Der Versuch, ein wenig Gewicht auf der Strecke zu lassen, verlief nur am Jahresanfang recht erfolgreich. Ab Herbst kehrte sich die Gewichtskurve leider wieder um.
Im Frühsommer begann die Zeit in der sich ein Laufhindernis an das andere reihte und ein Training verhinderte oder zumindest erschwerte.
im Juni schmerzte der Nerv unter dem linken Fuß, im September kamen Schienbeinkantenprobleme angeflogen, im Oktober waren es mehrwöchige Magen-Darm-Probleme und im November merkwürdige Schmerzen am rechten Fuß. Dazu kamen dann ein paar Kurzurlaube mit eingeschränkten Laufmöglichkeiten und Änderungen im familiären Umfeld, die sich auch auf die Trainingsplanung auswirkten.
Ein paar Serien sind 2008 auch gerissen.
Beim Ennepetal-Lauf war ich bisher immer dabei. Da ließ ich die Serie bewusst reißen, weil ich keine Lust auf einen 10 km - Wettkampf hatte.
Beim Adventslauf der "KemnadeLakeRunners" und beim Glühweinlauf der Dortmunder "Endorphinjunkies", bei denen ich bisher auch immer dabei war, musste ich leider verletzungs- und formbedingt passen, war beim Adventslauf aber wenigstens passiv beim After-Run-Buffet dabei.
Ein paar Wünsche und Träume sind leider auch geplatzt. Kein 6-Stunden-Lauf, kein 12-Stunden-Lauf, kein richtiger 24-Stunden-Lauf. Und auch das Ziel, den Röntgen-Ultra zu finishen, muss wieder um ein Jahr verschoben werden.
Die sonnigen Seiten: ein paar ganz besondere Läufe und nette Begegnungen
Die Höhepunkte des Laufjahres 2008 lagen eher im Erlebnisbereich als im sportlichen Bereich, obwohl die Teilnahme beim Hindernislauf "Strongman-Run" für mich beides miteinander vereinte.
Auch der Marathon auf der 400-Meter-Runde im Rahmen des Dortmunder 24-Stunden-Laufes mit der zeitweiligen Teilnahme in einer Staffel war eine leicht verrückte Aktion, die Spaß gemacht hat.
Ein weiteres Highlight war die Teilnahme an der Staffel im Rahmen des NRW-Tages, bei dem ich einen Staffelstab durch meine Heimatstadt bis nach Ennepetal tragen durfte.
Einen Kinderwagen schob ich dann - als Höhepunkt und vorläufiges Ende einer mehrmonatigen Hilfsaktion - im Rahmen des Spendenlaufes "Kinderhilfe-durch-Deutschland" durch Hagen.
Das waren alles ganz besondere Läufe, die mir noch lange positiv in Erinnerung bleiben werden und manch neue Laufbekanntschaft mit sich brachten.
Auch die Teilnahme als Helfer bei der 100-km-Station der "TorTour de Ruhr" hat viel Spaß gemacht
Zu den positiven Dingen im fast abgelaufenen Laufjahr gehörten aber auch die Trainingläufe mit Plaudereien und guten Gesprächen, in denen aus Unbekannten Laufbekanntschaften, aus Laufbekanntschaften Lauffreunde oder aus Lauffreunden Freunde wurden.
Für das neue Jahr gibt es schon wieder Wünsche und Ziele. Ob und inwieweit sich diese realisieren lassen wird sich zeigen, zumal das kommende Jahr aus privaten Gründen nur schwer planbar sein wird.
Aber als eher positiv denkender Mensch denke ich mir, dass nach einem sportlichen Tal auch wieder ein Berg kommen wird.
In einem Jahr wissen wir dann mehr…


Die Distanz von ungefähr 150 Kilometern sollte an zwei Tagen erlaufen werden. Von dieser Idee und diesem Lauf las ich Ende April. Und da das von Hagen nach Ennepetal führende Teilstück noch frei war meldete ich mich spontan an, da ich solche "besonderen" Läufe mag. Auch wenn es absehbar war, dass die Strecke nicht gerade durch die Hagener und Gevelsberger Sahnestückchen führen würde, sondern eher entlang gut befahrener Bundesstraßen. Die Streckenführung lag zwar im "meinem" Bereich weitestgehend in meiner Hand, aber Alternativen, außer mal einem parallel verlaufenden Radweg, boten sich nicht an.
Am Freitag, dem 29.08. und zweitem Staffellauftag, traf ich mittags am vereinbarten Treffpunkt in Hagen-Eckesey ein. Ich war schon früh dran, aber die anderen waren noch früher. Das Orga-Team um Heiko Appelbaum stand schon parat, mein "Mitläufer" Frank aus Dortmund war da und selbst die Staffelläufer vor uns samt Radbegleiterin Elke waren bereits eingetroffen. Der Zeitplan war großzügig gesteckt. So konnten Frank und ich in Ruhe in unsere einheitlichen Teilnehmer-Shirts schlüpfen, die eine Sportartikelkette samt Laufhose gesponsort hatte. Im "Starterbeutel" befand sich dann sogar noch ein kleiner Teilnehmer-Pokal. Eine nette Idee. So kommt ein "Feldvorsichhertreiber" wie ich wenigstens auch mal zu einer Lauftrophäe. ;-)
Für ein paar Plaudereien und die obligatorischen Staffelstab-Übergabe-Fotos war auch noch Zeit, bevor Frank und ich uns, begleitet von der radelnden Elke, um 13:30 auf unsere Etappe nach Ennepetal begaben, um dort den Stab an die Schlussläufer des Staffellaufes zu übergeben. Die Strecke war - wie gesagt - eher nicht so schön, aber Petrus hatte zum Ausgleich bestes Läuferwetter spendiert. Frank und ich hatten für die circa 15 Kilometer jetzt 2 1/2 Stunden Zeit. Da wäre trotz Ampelstopps glatt noch Zeit für einen Kaffee zwischendurch gewesen.
Von Eckesey aus ging es plaudernd und im lockeren Tempo entlang der Eckeseyer Straße, über den Bahnhofsvorplatz, durch Wehringhausen, durch den "Hasper Kreisel" und über einen Radweg weiter Richtung Gevelsberg, wo wir am Hagener Ortsausgang noch eben ein paar
Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Lauf wie im Flug verging und hätte gerne noch ein Stück drangehängt. Das Versorgungsfahrzeug stand schon bereit, die Schlussläufer kamen wenig später dazu. Aber wir waren so früh dran, dass noch Zeit für weitere Plaudereien blieb, bevor wir dann "offiziell" den Staffelstab an das letzte Team übergaben und wieder zu unserem Startpunkt zurückgefahren wurden.

























Pete(r) Haarmann (links) kommt als 2. zum Verpflegungspunkt und gewinnt den 100-km-Lauf. Zeitgleich mit ihm ist Stefan Weigelt da, der für die 230 km gemeldet hatte.








