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~ Nicht das Beginnen wird belohnt sondern einzig und allein das Durchhalten ~______
(Katharina von Siena)

Dienstag, 23. Februar 2010

Zeit

Zeit ist relativ.
Und im Moment habe ich relativ wenig Zeit.

Kaum Zeit zu lesen.
Kaum Zeit zu bloggen.
Kaum Zeit zu laufen.

Zur Zeit Weichen stellen im privaten Bereich.
Auf hoffentlich gute Gleise in die Zukunft.
All das kostet Zeit.

Wie lange war ich jetzt nicht mehr laufen?
Ungefähr 2 Wochen?
Kann sein. Müsste nachsehen.
11 Tage.
Au Mann...

Gestern? Keine Zeit.
Heute? Keine Zeit.
Morgen? Keine Zeit.
Übermorgen? Keine Zeit.
Freitag? Ja, da könnte was gehen.
Da muss was gehen.

Wird auch Zeit.
Die Zeit drängt.
Nur noch 5 Monate bis zum 48-Stunden-Lauf.
Nur noch 3 Monate bis zur Tortour de Ruhr.
Und nur noch 2 Monate bis zum 24-Stunden-Lauf.

Noch Zeit genug?
Weiß nicht.
Hoffentlich.

Jetzt gilt's.
Die Zeit läuft...

Mittwoch, 17. Februar 2010

Spendet Salz!

Liebe Laufkollegen,

noch immer hat der Winter uns in seinem Griff. Auch morgen sollen wieder Schnee und überfrierender Schneeregen die Straßen glatt machen sagen die Wetterkermits vorher.
Viele Gemeinden können die Straßen nicht mehr streuen, da ihnen das Salz ausgegangen und Nachschub noch nicht eingetroffen ist. Die Folgen sind dramatisch!

Daher mein dringender Aufruf: spendet Salz!

# Zieht euch beim Laufen mindestens 4 Schichten an damit ihr schwitzt wie Calli Calmund beim Bergsteigen.
# Tragt als unterste Schicht möglichst Sachen, die den Schweiß am Körper kleben lassen.
# Wenn der Lauf zu Ende ist: duscht nicht!
# Wartet, bis das Salz verkrustet ist.
# Klopft es vorsichtig ab und füllt es in kleine Tüten (Vielschwitzer nehmen einfach einen Spachtel und einen Müllsack).
# Packt alles in ein Päckchen (Vielschwitzer: Packet oder Container) und schickt es dem zuständigen Schneeräumdienst unter dem Stichwort "Läuferschweiß für freie Straßen".
# Leistet so euren Beitrag für mehr Verkehrssicherheit!

Denn wie sagte einst schon John F. Kennedy:
Fragt nicht, was euer Räumdienst für euch tun kann - fragt, was ihr für euern Räumdienst tun könnt! (oder so ähnlich...)

Dienstag, 9. Februar 2010

„Butter bei die Fische“ – Die Jahresplanung 2010

Wenn ich meinen derzeitigen mageren Trainingsstand bedenke kommt mir einiges, was ich mir für 2010 vorgenommen habe, wie ein läuferisches Himmelfahrtskommando vor.
Und Außenstehenden vielleicht wie eine Mischung aus Selbstüberschätzung und Größenwahn.
Trotzdem werde ich an meinen Zielen festhalten, denn es sind ein paar vielleicht ein- oder letztmalige Gelegenheiten dabei, die ich mir nicht entgehen lassen kann und möchte, auch wenn ich leistungsmäßig voraussichtlich im Bereich der roten Laterne herumkrebsen werde.
Aber noch ist ja Zeit an mir zu arbeiten und Kilometer zu sammeln.

Die Jahresplanung 2010 wird für mich von zwei absoluten Highlights überstrahlt.

Highlight Nummer 1 ist die TorTour de Ruhr an Pfingsten, die auf dem Ruhrtalradweg verläuft. Dort möchte ich beim „Bambinilauf“ die 100 km – Strecke vom Hengsteysee in meiner Heimatstadt Hagen bis zur Mündung der Ruhr in den Rhein bei Duisburg laufen.
Die letzten 42,5 km bin ich 2007 schon einmal gelaufen [Diashow mit Ton] und habe 2008 als Helfer mit angepackt.
Diesmal soll es mein erster richtiger „Hunderter“ werden.
Ziel: ankommen; möglichst innerhalb der Sollzeit von 14 Stunden.




Highlight Nummer 2 ist der 48 Stunden-Bahnlauf in Köln.
Vom 23.-25.07. werden voraussichtlich 50 Teilnehmer aus 14 Nationen auf einer 350 Meter-Aschenbahn in Köln quasi 2 Tage am Stück ihre Runden drehen. Ich werde dann voraussichtlich einer der drei Hagener Läufer sein, die sich der körperlichen und mentalen Herausforderung stellen.
Langeweile wird wohl nicht aufkommen; schließlich wird ja alle 6 Stunden die Laufrichtung gewechselt. ;-)
Ziel: durchhalten und vielleicht….
Ne, zu Kilometern sag ich mal nichts.

Ein weiteres Highlight wartet im Herbst auf mich: der Röntgenlauf-Ultra über 63,3 km.
Nachdem ich 2009 nach der Marathon-Distanz das sprichwörtliche Handtuch werfen musste will ich es in diesem Jahr noch einmal versuchen.

Ebenfalls ein „Pflichttermin“ ist für mich der 24 Stunden-Lauf am Seilersee im benachbarten Iserlohn. Ob ich dort am 24. und 25.04. einen langen Trainingslauf mache oder eine neue Bestmarke anpeilen werde entscheide ich wohl kurzfristig und formabhängig.

„Just for fun“ werde ich voraussichtlich am 21.03. beim Halbmarathon in Venlo, dem „Venloop“, mitlaufen. Da soll die Stimmung ja so toll sein.

Auch beim „Kultur-Run“ in Oberhausen am 16./17.04. werde ich voraussichtlich am Start sein, wegen des 24 Stunden-Laufes in der Folgewoche aber wohl nur einen Trainingslauf machen.

Und beim Halbmarathon in Hagen-Emst würde ich am 13.05. auch gerne mal wieder durch die heimatliche Hügellandschaft traben.

Ende Juni werde ich voraussichtlich versuchen, beim 12 Stunden-Lauf in Brühl meine bisherige Bestmarke zu verbessern. Da ich auf dieser Distanz bisher nur ein Abbruch-Ergebnis stehen habe sollte dies realistisch sein.
Vielleicht bin ich aber doch stattdessen (oder zusätzlich?) beim 24 Stunden-Lauf in Rockenhausen anzutreffen, der gleichzeitig DM der DUV ist.
Oder am 19./20.06. beim 24er in Bad Lippspringe; so wie 2009.

Die restliche Jahresplanung ist noch offen. Ein paar Ideen gibt es aber schon.
Zum Beispiel den „Dodentocht“; eine 100 km-Wanderung in Belgien, bei der auch (durch die Nacht) gelaufen werden kann. Der soll ein Erlebnis sein.
Vielleicht werde ich auch am 21.08. über den Nürburgring laufen oder am 25.09. einen Marathon oder kleinen Ultra auf einer Finnbahn in Dortmund absolvieren.
Und dann gibt’s ja am 19.09. auch wieder den Schwerter Hospizlauf, bei dem man bis zu 7 Stunden laufen kann.

Jetzt muss „nur noch“ die Gesundheit mitspielen, ordentlich trainiert werden und das Ganze in die private Lebensplanung einzufügen sein, die für dieses Jahr auch noch ein paar Fragezeichen parat hält. Vielleicht wird das von allem die größte Herausforderung.

Wir werden sehen. Ich hätte zumindest nichts dagegen, wenn nach dem „Übergangsjahr 2009“ ein „Highlightjahr 2010“ folgt…

Mittwoch, 27. Januar 2010

Cache-Lauf auf dem vereisten RuhrtalRadweg

Was macht man als geocachender Läufer, wenn man bei eisigen - 7° C nur begrenzt motiviert ist auf rutschigem Boden einen Trainingslauf zu absolvieren?
Man sucht sich eine Strecke aus, die recht flach ist und auch vereist in Dunklen laufbar zu sein scheint, wenn man sich Spikes unter die Schuhe schnallt.
Und man sucht sich ein paar Caches, die an der Strecke liegen und die man noch nicht gesucht hat.

Gedacht, getan.
Gegen 17 Uhr parke ich an der Ruhrbrücke in der Nähe des Bahnhofs von Wetter, zwänge mich in meine Laufklamotten, setze mir Mütze und Stirnlampe auf, schnalle mir vorsichtshalber die Spikes unter die Laufschuhe und setze mich auf dem Ruhrtalradweg in Richtung Witten in Bewegung.
Die Entscheidung mit den Spikes zu laufen stellt sich sehr schnell als die Richtige heraus. Der Weg ist fast komplett von einer gefrorenen Schneematschschicht bedeckt, auf der eine dünne puderzuckerartige Schneedecke liegt.
Ich ahne bereits, dass ich den Weg, über den sich bei schönem Wetter Scharen von Radlern und Fußgängern bewegen, heute fast für mich alleine haben werde.


Cache Nummer 1 erreiche ich bereits nach ungefähr 500 Metern Laufstrecke und einem kleinen Abstecher vom Hauptweg. Die Koordinaten führen recht genau an das Versteck heran und so ist nur ein gezielter Blick nötig um den Cache zu entdecken. Aufgrund der Optik der Dose und der direkten Lage an einem Brückenneubau darf man sich allerdings nicht wundern, wenn er mal von Bauarbeitern entdeckt und vom Kampfmittelräumdienst "entschärft" wird.

Mit dem ersten kleinen Erfolgserlebnis im Gepäck mache ich mich auf zu Cache Nummer 2, der etwa 2,5 Kilometer weiter entfernt liegt. Während ich vor mich hin laufe und bei jedem Schritt der Eisboden kracht überholt mich tatsächlich ein Radfahrer. Mutig bei dem Boden. Oder leichtsinnig.
Als der Garmin Forerunner die Ankunft an den Zielkoordinaten ankündigt weiß ich gleich wo zu suchen ist. Das, was ich zunächst für das Versteck halte, ist es dann aber doch nicht und ich halte mich ein paar Minuten mit der falschen Stelle auf während aus der Dämmerung Dunkelheit wird.
Zum Glück hilft die Stirnlampe. Und zum Glück ist weit und breit niemand zu sehen der sich darüber wundern könnte, warum ich da zunächst mit den Fingern an etwas herumschraube, bevor ich einer kleinen Eingebung folgend unterbreche und an einer anderen Stelle fündig werde. Hier würde ich ja gerne mehr erzählen, aber das geht ja nicht.

Nachdem ich mich in das sehr pfiffig versteckte Logbuch eingetragen habe nehme ich Kurs auf Cache Nummer 3 an einem Brücken-Tunnel-Ensemble, wo ich nach weiteren 1,5 Kilometern eintreffe. Auch diese Dose ist pfiffig versteckt, aber der erste gezielte Griff reicht aus um auch diesen Cache zu finden.
Bei meinen bisher gut 30 Funden hatte ich schon einmal etwas Ähnliches, so dass ich mit meinem Anfangsverdacht richtig liege. Da machen sich halt doch schon die ersten Erfahrungen bemerkbar....

Nachdem die plötzlich auftauchenden Wanderer weg sind und ich mich eingetragen habe trete ich den Rückweg an. Diesmal ohne Cache-Unterbrechungen und mit eingeschalteten Blinklichtern an den Oberarmen. Nachdem ich in der Nähe der Bebauung einen Gassigänger passiere begegne ich auf dem ländlicheren Teil zurück nach Wetter wieder keiner Menschenseele. Wenn ich hier jetzt unglücklich stürzen würde könnte man mich vermutlich am nächsten Tag als blinkendes Gefrierfleisch von der Strecke kratzen.
Es geht aber alles gut, so dass ich in der Nähe des Autos noch zwei Schleifen laufe, um noch ein paar Kilometerchen zu sammeln. Nach 12,5 km auf schwerem Geläuf und der heutigen Cache-Erfolgsquote von 100 % trete ich danach leicht fröstelnd aber zufrieden den Weg zur heißen Dusche an.

Fazit: die kombinierte Lauf-Cache-Tour hat sich gelohnt. In beiden Bereichen. Und auch ein vereister Boden mit Dunkelheit hat seine Vorteile: man kann recht ungestört da nach Caches suchen, wo sonst ständig Leute sind.


Parallel erschienen im Laufblog und im Geocachingblog

Dienstag, 26. Januar 2010

Drei Spendenaktionen für Haiti

Dass es in Haiti ein verheerendes Erdbeben mit Nachbeben gegeben hat, dem viele tausend Menschen zum Opfer gefallen sind hat sicherlich jeder mitbekommen.
Tausende sind obdachlos, leben in Zeltstädten und haben alles verloren was sie hatten.

Es gibt zwar schon zahlreiche Spendenaktionen, aber trotzdem möchte ich drei davon - zwei mit regionalem Bezug - kurz vorstellen.


Spendenlauf am Hagener Hengsteysee

Ein Friseursalon aus Herdecke und Ralf Tenne von Laufsport Tenne in Hagen werden am 31.01.2010* einen Spendenlauf für die Erdbebenopfer am Hengsteysee durchführen.
Sie möchten alle Hagener und Herdecker Läuferinnen und Läufer aufrufen am kommenden Sonntag um 10:30 Uhr am Wehr auf der Hagener Seite mitzulaufen.
Natürlich sind auch Walker und Nordic Walker willkommen.
Gelaufen wird auf der Hagener Seite vom Wehr aus in Richtung Dortmunder Str., dort wird dann gewendet und es geht zurück zum Wehr.
Eein Startgeld wird nicht erhoben. Die Teilnehmer werden aber gebeten in die Spendendosen des Malteser Hilfsdienstes einen kleinen oder auch großen Obulus zu spenden.

Edit: Termin verschoben auf den 14.02.10.!


Die rollende Spendentonne

Der stets sozial engagierte Hagener Horst-H. Fichtel organisiert eine private Spendensammlung, weil mit Hilfe der Hagenerin Kirsten Henschel-Rolla direkt vor Ort den Kindern in Not geholfen werden soll.
Ihr Hilfswerk NPH „Für unsere kleinen Brüder und Schwestern“ unterstützt Waisen und Straßenkinder und behandelt jetzt nach dem Erdbeben die Verletzten und Bedürftigen im eigenen Krankenhaus, das am Rande der Hauptstadt fast unversehrt ist.
Das Spendengeld wird nicht lange verwaltet sondern in Absprache für Sachspenden angelegt, die den betroffenen Kindern direkt zu Gute kommen.
Es wird auch Hartgeld gesammelt, weil damit jeder schnell, einfach und unbürokratisch auch mit kleinen Beträgen die Spendensammlung direkt unterstützen kann.
Dazu gibt es eine rollende Spendentonne, die durch Geschäfte, Kaufhäuser, Super- u. Baumärkte, Firmen, Behörden, Banken, Sportveranstalter usw. in Absprache tageweise angefordert werden kann. Die Aufstellung und Abholung erfolgt kostenlos.
Die Leerung erfolgt täglich und wird sofort auf das Spendenkonto hagener-haiti-kinderhilfe,
Kontonummer 100175600 bei der Sparkasse Hagen (BLZ 450 500 01) eingezahlt.
Die Aktion dauert zunächst vier Wochen, eine Verlängerung ist aber denkbar!

Die rollende Spendentonne leistete Horst-H. Fichtel schon 2002 gute Dienste bei der Sammlung für die Opfer der Oderflut. Damals sammelte er in knapp drei Wochen über 26.000,- € und brachte dieses Geld in einem Staffellauf mit seinen Lauffreunden in fünf Tagen (530 km) nach Grimma, um sie vor Ort an 52 Familien direkt zu verteilen.

Ralf Tenne und Horst-H. Fichtel haben mich bereits 2008 maßgeblich bei meiner Aktion für
die "Kinderhilfe durch Deutschland"
unterstützt. Ich habe daher keinerlei Zweifel dass die Einnahmen bei den oben genannten Aktionen auch wirklich da ankommen wo sie ankommen sollen.
Also, Hagener: lauft und walkt mit!


Run4Haiti

Auch wer nicht in Hagens Umgebung wohnt hat die Möglichkeit, am 31.01. laufend zu helfen.
RUN4HAITI ist ein dezentraler Spendenlauf zugunsten der Aktion Deutschland Hilft e.V., dem Bündnis renommierter Hilfsorganisationen.
Das Konzept ist denkbar einfach:
Erst meldet man sich als Spendenläufer auf der Homepage an. Jeder kann mitmachen; das Leistungsvermögen ist egal.
Am 31.01. läuft man dann - egal wo - eine möglichst weite Strecke.
Und danach spendet man für jeden Kilometer einen Euro.
Wer also 10 Kilometer läuft spendet 10 Euro. In immer mehr Städten wird die Kilometerspende außerdem von Sponsoren verdoppelt.
Mehr Infos gibt es auf http://www.run4haiti.de/.


PS: Wer am 31. nicht laufen kann darf sicher auch am 30. laufen. Und wer nach 10 gelaufenen Kilometern nicht 10 sondern 20 Euro spendet darf das sicher auch. ;-)

Also, tut was und helft! Jeder Euro zählt!