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~ Nicht das Beginnen wird belohnt sondern einzig und allein das Durchhalten ~______
(Katharina von Siena)

Dienstag, 1. September 2009

NRW von A-Z: (m)ein Laufprojekt quer durch's Alphabet


NRW ist Ruhrgebiet und Sauerland.
NRW ist Pils, Kölsch und Alt.
NRW ist Schimanski, Atze Schröder und Tante Emma
NRW ist Fußball, Fußball, Fußball
NRW ist Rhein und Ruhr
NRW ist Schrebergarten und Baggersee
NRW ist Helmut, Ali und Luigi
NRW ist Fachwerk und Industriekultur
NRW ist Wald, Flüsse, Seen
NRW ist Karneval und Schützenfest
NRW ist Pommes rot-weiß, Gyros und Döner
NRW ist multi und kulti

NRW ist so vielfältig wie seine Einwohner.


Ich lebe gerne in NRW und kam vor Kurzem auf die Idee, dies in besonderer Weise mit meinem Hobby Laufen zu kombinieren und auf diese Art das Bundesland in Deutschlands Westen von A-Z zu entdecken.

Im Laufe meiner weiteren „Laufkarriere“ möchte ich möglichst mindestens einmal in solchen NRW-Gemeinden laufen, dass ich mit deren Anfangsbuchstaben das Alphabet so gut es geht „abdecken“ kann. Also zum Beispiel einmal in Aachen, einmal in Bielefeld, einmal in Coesfeld und so weiter.
Es soll dabei keine Rolle spielen, ob die Gemeinde im Rahmen eines Trainingslaufes oder eines Wettbewerbes „belaufen“ wird. Die Reihenfolge spielt dabei ebenfalls keine Rolle und eine zeitliche Vorgabe habe ich dabei auch nicht, zumal einige Buchstaben recht selten vertreten sind und die entsprechenden Orte nicht gerade vor meiner Haustür liegen.
Die zeitliche Dimension kann ich auch gar nicht abschätzen und bin gespannt, wie sich das Projekt, das heute gestartet ist, entwickelt.

Zu den Läufen wird es jeweils einen kleinen Bericht mit Informationen über die entsprechende Gemeinde und, soweit möglich, ein paar Fotos geben. So lerne nicht nur ich etwas über das einwohnerstärkste Bundesland dazu, sondern auch der Leser.

Ausser unter der Blogspot-Adresse ist das Blog "NRW von A-Z" auch erreichbar über http://nrw.laufloewe.de/.

Es würde mich natürlich freuen, wenn auch das neue Blog regelmäßige Leser und in der einen oder anderen Blogroll seinen Platz findet.

Ein paar kleine Anpassungen wird es eventuell noch geben.
Für konstruktive Kritik [und natürlich auch Lob ;-) ] bin ich wie immer dankbar.
Die kann auch per Mail unter nrw at anpa punkt de verschickt werden.

Der erste Lauf liegt bereits hinter mir, der Bericht folgt in Kürze.

Und jetzt lade ich dich ein, mal in das neue Blog zu schauen -> KLICK.


PS: Dieses Blog wird natürlich weiter geführt.

Freitag, 28. August 2009

"Gipfelstürmer"

Noch habe ich die Hoffnung ja nicht aufgegeben, dass es in diesem Jahr endlich mit der Teilnahme am Röntgenlauf-Ultra Ende Oktober klappt. Auch wenn ich von der dafür notwendigen Form noch ein großes Stück entfernt bin.
Aufgrund der jeweils rauf und runter zu bewältigenden 1100 Höhenmeter empfiehlt es sich da sicher, den einen oder anderen Höhenmeter vorher im Training mal gelaufen zu sein.
Da ich in der letzten Zeit vorwiegend auf flachen und höchstens leicht profilierten Strecken unterwegs war wurde es jetzt höchste Zeit, wieder mehr Streckenprofil ins Training einzubauen und dies in den nächsten Wochen peu a peu auszubauen.
Um die Beine zunächst halbwegs behutsam wieder an Steigungen und Gefälle zu gewöhnen sollte der erste der "Bergläufe" noch recht kurz sein; ich dachte so an 45 Minuten. Da ich am Mittwoch durch Herten kam bot es sich an, ein wenig auf Entdeckungstour zu gehen und den mir bisher noch unbekannten "Gipfel" der Halde Hoppenbruch mit dem weithin sichtbaren Windrad zu "erklimmen". Bisher kannte ich nur den unteren Teil der bewaldeten Bergehalde, die aufgrund zahlreicher Trails ein beliebtes Mountainbike-Areal ist.
Ich nahm mir vor, auch die gegenüber liegende Hohewardhalde in den Lauf mit einzubeziehen und dort auch auf die beiden Spitzen zu laufen. "Zwei Halden, drei Gipfel" sozusagen.

Los ging es in der Nähe der Hoppenbruchhalde, die ich nach wenigen Minuten erreichte. Nach einem kurzen Stück auf einem breiteren Weg entschloss ich mich dazu, über schmale Pfade und ausgewaschene Trails den kürzesten Weg nach oben zu nehmen.
Pumpend wie ein Maikäfer erreichte ich das Plateau, wo neben dem Windrad auch noch Skulpturen mit Erklärungen zur Windkraft standen. Ich hatte aber keine Zeit für ausgiebige Studien und machte mich nach einem Fotostopp auf breiteren Wegen wieder auf den Weg nach unten und rüber zur Hohewardhalde.
Über Zick-Zack-Serpentinen erreichte ich dort die sogenannte "Balkonpromenade" und suchte mir kurze Zeit später wieder einen direkt nach oben führenden Trampelpfad. Dort war dann aufgrund der Steigung auch nur noch an Trampeln und nicht mehr an Laufen zu denken. Zunächst erreichte ich dann den Gipfel mit dem Obelisken der Sonnenuhr, von dem aus es dann mit etwas runter und rauf auch nicht mehr weit bis zum Gipfel mit dem Horizontalobservatorium war.
Über Schotterpisten, die auch nur ein vorsichtiges Laufen ermöglichten, ging es dann wieder hinab ins "Flachland", wo dann der Lauf nach 8,2 Kilometern mit etwa 150 - 200 unregelmäßig verteilten Höhenmetern endete.
Eine "Bergtour" war es damit nicht gerade, aber als Weckruf für die Beinmuskeln genau das Richtige.














Mehr Infos:
Wikipedia Hoppenbruchhalde
Wikipedia Halde Hoheward
Mein Lauf auf der Halde Hoheward am 16.04.09

Montag, 24. August 2009

Ein halbnackter Sasha, die Leichtathletik-WM, „Iron-Calli“ und reichlich Bauchfleisch

In der von Wärme geprägten letzten Woche war ich zum Laufen ausschließlich auf der Hengsteysee-Runde unterwegs.
Freitag musste ich dabei eine kleine Umleitung in Kauf nehmen, da der Rundweg auf einem kleinen Stück bereits wegen einer abendlichen Konzertveranstaltung ("Seegeflüster") gesperrt war. Als sogenannter Top-Act wurde Sasha erwartet, ein smarter Pop-Barde.
Ich lief diesmal mit MP3-Player, fühlte mich aber trotz des teilweise treibenden Rhythmus' von "Nightwish" subjektiv wie schon in den Tagen davor lahm und "unrund" wie ein Laufanfänger und war auch objektiv auf den 6,65 Kilometern wieder gut 2 Minuten langsamer als normal.
Nach einer kurzen Trinkpause ging es auf Runde zwei. Und irgendwie lief plötzlich alles leichter. Das, was ich tat, fühlte sich wieder nach Laufen an.
Trotzdem legte ich eine ganz kurze Pause ein, als ich am Freibad vorbei kam und sah, wie am begrünten Gitterzaun ein paar Frauen um die dreißig Jahre Objektive von Fotoapparaten und Stielaugen durch die Maschen hielten.
Aus den Augenwinkeln sah ich vorher noch 4 Männer auf einem Beachvolleyball-Platz spielen. Ich ging noch einmal ein paar Meter zurück und meinte, in dem "oben ohne" spielenden Burschen den Sasha zu erkennen. Um mich zu vergewissern, näherte ich mich der Gruppe und fragte nach, ob er es sei. "Pssssssssssssst - leise!!! Der darf uns nicht sehen!!" wurde ich zurecht gewiesen. Ja - er war es. Schmunzelnd setzte ich meinen Lauf fort und ließ die Brusthaar-Spannerinnen hinter ihrer Tarnhecke wieder alleine.
Der Rest des Laufes verlief weiterhin recht ordentlich. Ich spürte, dass ich wieder eine kleine Stufe auf der Treppe aus dem Formkeller erklommen hatte. Während sich zwischendurch der Soundcheck aus dem Freibad mit "ZZ Top" aus dem MP3-Player mischte fühlte ich mich subjektiv wieder flotter und "runder" und war auch objektiv wieder so schnell wie normal.


Da ich tagsüber meine Brötchen verdiene und am Abend in der letzten Woche oft Laufen oder anderweitig unterwegs war habe ich nicht sehr viel von der Leichtathletik-WM gesehen.
Einiges konnte ich mir dann aber doch ansehen. Und das eine oder andere wird mir auch in Erinnerung bleiben.
Für das 100-Meter-Herren-Finale hatte ich Tage vorher schon die Terminerinnerung am Handy aktiviert und konnte dann Usain Bolts Sieg in Weltrekordzeit sehen. Zugegeben: ich finde ihn etwas zu extrovertiert und habe auch Zweifel daran, dass alles "sauber" war. Der Dopingverdacht schwingt ja heutzutage bei außergewöhnlichen Leistungen immer automatisch mit. Und leider oft auch zu recht.
Das Speerwurf-Finale der Damen, bei dem sich Steffi Nerius mit "Gold" von der großen Bühne des Sports verabschiedete, verpasste ich leider.
Aber ich konnte den spannenden Schluss des Wettbewerbes der Hochspringerinnen sehen, die selbst kaum mehr Körperumfang haben als die von ihnen elegant überflogenen Latten.
Auch den Großteil der beiden Marathonläufe konnte ich bestaunen und mich darüber freuen, dass Andre Pollmächer bei den Herren und Sabrina "Mocki" Mockenhaupt bei den Damen in der zweiten Rennhälfte noch reichlich Läufer "kassieren" und sich nach vorne arbeiten konnten.
Allerdings war ich sauer, dass der TV-Sender kurz vor Mockis Zieleinlauf die Übertragung abbrach. Die gute Stimmung an der Strecke wird mir aber in Erinnerung bleiben. So wie auch andere schöne Bilder, die das Fernsehen übertrug. Zum Beispiel wie sich Siebenkämpferin Jennifer Oeser im abschließenden Laufwettbewerb nach einem Sturz wieder aufrappelte, noch an vielen Konkurrentinnen vorbei zog und sich die Silbermedaille sicherte.

Einige Bilder hätte uns das Fernsehen aber ersparen können.
Zum Beispiel die Zeitlupe eines Stoßes der äußerst wohlgenährten chinesischen Kugelstoßerin, die mit ihrer dichten und leicht igeligen Frisur aussieht wie ein Sumo-Monchhichi. Die verlangsamte Großaufnahme mit dem hoch rutschenden Shirt und dem dadurch frei gelegten, in Slow Motion wabernden Bauchfleisch hätte ich nicht unbedingt gebraucht.

Das wurde nur noch getoppt durch VOX, das uns in der ersten Folge von "Iron Calli" mehrfach den halbnackten XXL-Ex-Fußball-Manager Reiner Calmund mit seiner angefutterten Hüpfburg präsentierte. Calli "oben ohne" auf der Pritsche, Calli "oben ohne" im Badezuber, Calli "oben ohne" auf dem Ergometer, Calli "oben ohne" im Schwimmbecken...
Nicht schön anzuschauen. Aber mutig von ihm, sich so im Fernsehen zu zeigen.
Der extreme Bauchfleisch-Faktor wird mich auch nicht davon abhalten weitere Folgen zu schauen, denn unterhaltsam war es trotzdem. Und irgendwie mag ich ihn, den Calli.

Freitag, 21. August 2009

Meine Motivation




Montag, 17. August 2009

Wenn ich ein Auto wär'

Wenn ich ein Auto wär', dann wäre ich wohl ein Kombi.
Schön geräumig. Vielleicht in gewagtem dunkelorange und mit breiten Reifen.

Kein Neuwagen, aber noch halbwegs gut in Schuss.
Noch kein Fall für die Abwrackprämie, aber ein bisschen Lack ist wohl schon ab.
Kein Flitzer, sondern ein solides Modell mit älterem, aber trotzdem schadstoffarmem Dieselmotor, der keine Ampelsprints mag, sondern sich eher auf längeren Strecken wohl fühlt.
Einer, der erst ein paar Kilometer braucht bis der Motor warm ist und auf längeren Strecken leider viel Sprit verbraucht.
Ein Wagen, bei dem man auf Langstrecken auch regelmäßg Kühlwasser nachfüllen muss, damit der Motor nicht überhitzt, weil er viel Flüssigkeit verliert.
Einer aus dem mittleren Bereich der Pannenstatistik, weil er immer mal kleine Aussetzer, Reifenpannen und Startschwierigkeiten hat.
Ein Kombi, der wellige Strecken und unebenen Belag nicht übel nimmt, der allerdings auch kein reiner Offroader ist.
Mit einem Motor, der durchaus einen Hering vom Teller ziehen kann, der sich am Berg aber schwer tut, wenn er ein Weilchen nicht lief.
Mit einem großen Kofferraum, da auf Tour immer viel Gepäck dabei ist.
Mit viel Fensterfläche, damit man die Landschaft besser sehen kann.
Und mit integriertem Navigationssysten, dass in der Regel recht zuverlässig arbeitet.
Aber leider ohne Klimaanlage und ein bisschen vernachlässigt in der Wartung.
Und manchmal etwas Rost ansetzend.

Doch auch wenn man manchmal ein wenig örgeln muss, bis der Motor anspringt: der Wagen wird laufen bis er auseinander fällt oder der TÜV die rote Karte zeigt. Garantiert.