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~ Nicht das Beginnen wird belohnt sondern einzig und allein das Durchhalten ~______
(Katharina von Siena)

Montag, 9. Februar 2009

MarathonGeburtstagsLauf

Am 08.02. hatte ich "Marathongeburtstag" - 42 Jahre, 195 Tage.
So etwas feiern vermutlich nur wenige, aber ich wollte diesen Tag nicht sang- und klanglos an mir vorüberziehen lassen, denn Marathongeburtstag hat man schließlich nur einmal im Leben.
Daher wollte ich diesen mit einem Einladungsläufchen feiern und lud Lauffreunde, Laufbekanntschaften und Laufabschnittsbegleiter zu einer erweiterten Runde um den heimischen Hengsteysee mit anschließendem kleinen Umtrunk und Imbiss „aus dem Kofferraum heraus“ ein.

Ein paar von ihnen hatten tatsächlich Zeit und Lust zur ungewöhnlichen Startzeit von 18:00 Uhr beim „Run & Prost“ dabei zu sein und ließen sich auch nicht vom eher durchwachsenen Wetter abhalten.
Sie hatten sogar läufergerechte Mitbringsel dabei, über die ich mich sehr gefreut habe; damit hatte ich gar nicht gerechnet.
Die rosa Spiralschuhsenkel werde ich allerdings wohl erst in die Schuhe einfädeln, wenn ich mal wieder in Köln laufe – da fällt es vermutlich nicht weiter auf… ;-)

Zu fünft starteten wir dann blinkend und leuchtend wie ein Rudel Glühwürmchen auf die Seerunde.
So konnten wir recht sicher sein, nicht von unbeleuchteten Mountainbikern oder Nordic-Walking-Amazonen umgenietet zu werden.
Lars hatte sich sogar extra die rosa Taschenlampe seiner Tochter ausgeborgt; ich glaube, es war eine von Lillifee. :-)
Michael war auch noch da, hatte aber keine Laufsachen mit. Er wollte die Zeit bis zum Imbiss mit Spazierengehen überbrücken.


"Glühwürmchen" am Koepchenwerk


Den Seeweg, der teilweise mit etwas Pulverschnee gepudert war, hatten wir fast für uns alleine.
Nach einem lockeren Plauderläufchen durch die Dunkelheit, 8,3 Kilometern und zunehmendem Schneefall trafen wir dann wieder an den Autos ein, wo wir dann bei bleifreiem Weizenbier, anderen antialkoholischen Getränken, Frikadellen, Mini-Würstchen, Keksen und Schokoküssen noch ein wenig zusammenstanden.
Petrus hatte den Schneehahn allerdings nochmals etwas aufgedreht und so wurde es uns dann doch zunehmend kühler und ungemütlicher, so dass sich das kleine Grüppchen nach einer knappen halben Stunde auflöste und Richtung heimische Duschen fuhr.

Mir hat der Lauf viel Spaß gemacht und ich bin froh, dass dieser „Geburtstag“ so zu einem besonderen Tag wurde.
Mein Dank geht daher an Julia, Jens, Lars, Horst und Michael – schön dass ihr dabei wart!

Übrigens: wer jetzt rückwärts rechnet um meinen Geburtstag herauszufinden verpflichtet sich damit automatisch mir jedes Jahr zu gratulieren… ;-)

Samstag, 7. Februar 2009

Kanal fatal

Manchmal trifft man die richtigen Entscheidungen.
Manchmal auch nicht.
Oder vielleicht doch??

Es ist Mittwoch und ich will um 18:30 Uhr in Gelsenkirchen sein. Auf meinem Trainingsplan stehen 13 Kilometer und ich überlege, diese am Kemnader See unter die Füße zu nehmen, an dem ich quasi auf der Fahrt vorbeikomme. Ausnahmsweise setze ich mich mal pünktlich zum Dienstschluss in Bewegung; ansonsten wird es knapp mit der Zeit. Auf der Bundesstraße bei Witten höre ich den Verkehrsfunk: einmal 2 und einmal 10 km Stau auf der A 43 wegen Unfällen. Es rattert im Kopf: wenn ich jetzt wie geplant zum See fahre, meine 13 km laufe und sich dann der Stau noch nicht aufgelöst hat komme ich definitiv zu spät.
Und wollte ich nicht eigentlich schon länger mal am Rhein-Herne-Kanal laufen?
Kurz vor dem entscheidenden Kreisverkehr entscheide ich mich dafür, die ursprünglichen Pläne zu verwerfen und nicht Richtung See abzubiegen sondern lieber über die B 226 nach Gelsenkirchen zu fahren und in der Nähe meines Zielortes am Kanal zu laufen. So lässt sich zeitlich alles besser überblicken.
Als ich einige Zeit später im dicken Bochumer Berufsverkehr stecke höre ich, dass sich der Stau aufgelöst hat.
Wäre ich vielleicht doch besser...!? Aber zu spät.
Die Zeit verrinnt, die Minuten bleiben im Verkehr stecken, die verfügbare Laufzeit wird rechnerisch immer weniger. Und mir fällt schlagartig ein, dass ich ja gar keine Stirnlampe dabei habe, weil ja kein Lauf bei Dunkelheit vorgesehen war.
Als ich dann doch endlich am Kanal ankomme - irgendwo bei Herne-Crange - dämmert es bereits. Ich entscheide mich für eine Richtung und laufe los. Auf dem Kanal ist nichts los.
Als ich an einer Brückenbaustelle wenden muss kommt ein Lastkahn heran. Wir hätten jetzt dieselbe Richtung vor uns. Ich schätze seine Geschwindigkeit ab, mache eine taktische Pinkelpause, bis er auf der gleichen Höhe ist und beschließe einen kleinen Wettkampf Mensch gegen Maschine.
Ich halte mit und komme so mal wieder zu einem kleinen ungeplanten Tempolauf.
Da ein Schiffsdiesel aber ausdauernder ist als ein wenig trainierter Läufer gebe ich das imaginäre Rennen nach ungefähr einem Kilometern auf, wechsel die Kanalseite auf einer farbig gestrichenen Brücke und laufe noch ein Stück weiter. Irgendwann ist es dann aber doch zu dunkel und es wird Zeit das letzte Stück weiter zum Ziel zu fahren.
So werden es nur 5,2 statt der geplanten 13 Kilometer.
Aber an einer interessanten Strecke mit ebenso interessanter Stimmung.
Und pünktlich bin ich letztendlich auch.


PS: Das Foto wurde mit dem Handy im "Nachtmodus" gemacht - deshalb die bescheidene Qualität.

Donnerstag, 5. Februar 2009

"Nicht schon wieder...!"

Freitag, der 23.01.. Ich drehe Bergrunden am Tücking. Der rechte Fuß tut kurz mal weh. Nix Gravierendes; kleine Dehnpause und alles ist o.k., der Fuß wieder friedlich. Nachmittags fängt er dann aber an zu schmerzen. Genau an der Stelle, an der ich letzten Herbst die Probleme hatte.

"Nicht schon wieder...!" denke ich. Am nächsten Tag versuche ich trotzdem einen längeren Lauf, muss aber nach knapp 3 Kilometern aufgeben. Sehr ärgerlich - ich brauche jetzt die regelmäßigen Läufe.

Zwei Tage später, am Dienstag, ein neuer Anlauf. Diesmal mit Bandage am Fuß. Der Treter fühlt sich gut an, nichts tut weh.
Nach 3 Kilometern zwickt die rechte Wade mal kurz. Auch hier ist nach einer kurzen Dehnpause wieder alles in Ordnung und die nächsten 9 Kilometer laufen problemfrei. Ich merke sogar, dass es etwas besser läuft als zuletzt und bin letztendlich auch etwas schneller unterwegs. Der Fuß macht alles prima mit, da ist wohl wieder alles o.k..
Später meldet sich dann aber die Wade schmerzhaft zu Wort. Druckempfindlich und nicht weit unter der Haut. Ein Ziehen auf der Innenseite, das sich über 20 cm zwischen Knöchel und Knie erstreckt.
Immer dann, wenn sie Lust dazu hat. Mal zieht sie heftig, mal spürt man nichts. Bei Bewegung ist sie meistens schmerzfrei. Wadenzerrung? Verhärtung?

Erneut denke ich "Nicht schon wieder...!".
In der Hoffnung, dass es was nützt, massiere ich Vol***en ein und nehme Magnesium.
Freitags will ich es erneut versuchen. Vielleicht ist es ja nur eine Verhärtung, die sich "herauslaufen" lässt. Ich verspreche mir auch, es ganz vorsichtig angehen zu lassen. Ich will mich sicherheitshalber nicht weit vom Auto entfernen und drehe Runden im Emster Park. Eine nach der anderen, jeweils gut 900 Meter lang. Nicht gerade abwechslungsreich; ich buche es unter Mentaltraining. Die Wade zwickt anfangs noch etwas, dann ist der Schmerz weg. Auch nach 16 Parkrunden und knapp 15 Kilometern geht es ihr gut.
Einige Stunden später ist der Schmerz dann aber wieder da. Kommt von alleine, geht von alleine. Auch in den Tagen danach.

Also am Montag doch mal zum Doc. Der dreht und drückt an mir herum.
Überlastung im Sehnenbereich sagt er.
Mit Vol***en einreiben, Vol***en Dis**rs schlucken, mal die Laufschuhe wechseln, neue Einlagen fertigen lassen rät er.
In 7 - 10 Tagen sollte es wieder weg sein meint er.
Gemäßigtes Laufen erlaubt er.

Als hätten meine Beine Angst vor Tabletten entschließen sie sich dazu, den Schmerz plötzlich einzustellen und erstaunen dadurch ihren Besitzer. Ich traue dem Braten nicht - doch auch zwei Tage später ist der Schmerz nicht zurückgekommen. Auch ein Läufchen verläuft komplett schmerzfrei. Ich wundere mich, komme mir irgendwie vom eigenen Körper veralbert vor, freue mich natürlich und schöpfe Hoffnung.
Vielleicht klappt es ja jetzt doch wieder mit einem regelmäßigen Training. ..

Donnerstag, 29. Januar 2009

Die lieben Kollegen...

Heute Mittag in der Büro-Kaffeerunde: ich setze mich, freue mich auf eine Tasse Flüssigasphalt und traue meinen Augen nicht.

Mein Blick fällt auf eine Bastelarbeit eines Kollegen, eine Art Mini-Display, sichtbar für alle. Und darauf unter der fetten Überschrift
"Stefan i(s)st auf Diät!!!!!!!"
ein Auszug des Blogeintrages vom 25.01. bezüglich meiner Gewichtsplanungen.

Grinsende Gesichter um mich herum.
Demonstrativ wird mir eine Keksdose vor die Nase geschoben.

Es ist doch immer wieder lustig mit den lieben Kollegen... ;-)

Jetzt, wo sie über meine "Energiesparpläne" Bescheid wissen, kann ich auch recht sicher sein, dass die Tritte in den Hintern nicht nur virtuell erfolgen und dass es zu jedem Keks noch einen Spruch gratis gibt. :-)

Aber schön zu wissen, dass zumindest einer von ihnen ab und zu mal in den Blog schaut...

Sonntag, 25. Januar 2009

Die Mutprobe

Ich hab es getan.
Schon Monate habe ich es mich nicht getraut.
Hab es immer vor mir her geschoben.
Doch irgendwann musste es sein.
Der Tag musste kommen.
Und dieser Tag war heute.
Ich habe gar nicht lange darüber nachgedacht, sondern es ganz spontan gemacht.
Die Gelegenheit war günstig.
Der Tag war jung.
Niemand war in der Nähe.
Hab all meinen Mut zusammengenommen uuuuund…..
…..mich mal wieder auf die Waage gestellt.


Das Ergebnis war noch etwas erschreckender als befürchtet. Uiuiuiuiui!
Seit Mitte 2008 hatte ich wieder einigen Laufballast aufgeladen, was sich auch optisch kaum verbergen ließ.
Die Ursache ist klar: einerseits weniger Laufeinheiten in der zweiten Jahreshälfte durch zahlreiche Unterbrechungen. Und andererseits häufigeres Essen gehen, verführerische Buffets im Urlaub und partielle Unbeherrschtheiten bei Kuchen und Süßkram. Aber es ist auch schwer davon loszukommen. Das ist wohl wie bei Zigaretten. Mit dem Unterschied, dass Kuchen & Co. wohl deutlich besser schmecken und riechen als die Kippen.
Ich stehe jetzt also in etwa vor der gleichen Situation wie vor einem Jahr. Aber da habe ich es geschafft, bis zur Jahresmitte einige Kilos loszuwerden. Und ich hoffe doch sehr, dass mir dies wieder gelingt – und dass es dann auch so bleibt.
Mehr Beherrschung, Kalorienzählen und eine gesündere Ernährung sind somit wieder angesagt.
Und regelmäßiges Laufen, wenn der Körper nicht wieder Probleme macht.
Ich will auch ein bestimmtes Ziel erreichen: bis zum Jahresende 11,4 kg weniger wiegen (die krumme Zahl wegen des krummen Wiegeergebnisses). Das ist 1 kg pro Monat. Eigentlich nicht so viel, aber auch das muss erst mal geschafft werden. Wenn es schneller geht – auch o.k..
Und um mir auch ein wenig mehr Druck aufzubauen, werde ich an jedem Monatsende kurz berichten.
Ihr dürft mir dann, wenn ich dem Plan hinterherhinke, gerne virtuell in den Hintern treten.
Eine kleine Übersicht habe ich rechts schon mal vorbereitet.
In diesem Sinne: ran an den Speck!