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~ Nicht das Beginnen wird belohnt sondern einzig und allein das Durchhalten ~______
(Katharina von Siena)

Donnerstag, 5. Februar 2009

"Nicht schon wieder...!"

Freitag, der 23.01.. Ich drehe Bergrunden am Tücking. Der rechte Fuß tut kurz mal weh. Nix Gravierendes; kleine Dehnpause und alles ist o.k., der Fuß wieder friedlich. Nachmittags fängt er dann aber an zu schmerzen. Genau an der Stelle, an der ich letzten Herbst die Probleme hatte.

"Nicht schon wieder...!" denke ich. Am nächsten Tag versuche ich trotzdem einen längeren Lauf, muss aber nach knapp 3 Kilometern aufgeben. Sehr ärgerlich - ich brauche jetzt die regelmäßigen Läufe.

Zwei Tage später, am Dienstag, ein neuer Anlauf. Diesmal mit Bandage am Fuß. Der Treter fühlt sich gut an, nichts tut weh.
Nach 3 Kilometern zwickt die rechte Wade mal kurz. Auch hier ist nach einer kurzen Dehnpause wieder alles in Ordnung und die nächsten 9 Kilometer laufen problemfrei. Ich merke sogar, dass es etwas besser läuft als zuletzt und bin letztendlich auch etwas schneller unterwegs. Der Fuß macht alles prima mit, da ist wohl wieder alles o.k..
Später meldet sich dann aber die Wade schmerzhaft zu Wort. Druckempfindlich und nicht weit unter der Haut. Ein Ziehen auf der Innenseite, das sich über 20 cm zwischen Knöchel und Knie erstreckt.
Immer dann, wenn sie Lust dazu hat. Mal zieht sie heftig, mal spürt man nichts. Bei Bewegung ist sie meistens schmerzfrei. Wadenzerrung? Verhärtung?

Erneut denke ich "Nicht schon wieder...!".
In der Hoffnung, dass es was nützt, massiere ich Vol***en ein und nehme Magnesium.
Freitags will ich es erneut versuchen. Vielleicht ist es ja nur eine Verhärtung, die sich "herauslaufen" lässt. Ich verspreche mir auch, es ganz vorsichtig angehen zu lassen. Ich will mich sicherheitshalber nicht weit vom Auto entfernen und drehe Runden im Emster Park. Eine nach der anderen, jeweils gut 900 Meter lang. Nicht gerade abwechslungsreich; ich buche es unter Mentaltraining. Die Wade zwickt anfangs noch etwas, dann ist der Schmerz weg. Auch nach 16 Parkrunden und knapp 15 Kilometern geht es ihr gut.
Einige Stunden später ist der Schmerz dann aber wieder da. Kommt von alleine, geht von alleine. Auch in den Tagen danach.

Also am Montag doch mal zum Doc. Der dreht und drückt an mir herum.
Überlastung im Sehnenbereich sagt er.
Mit Vol***en einreiben, Vol***en Dis**rs schlucken, mal die Laufschuhe wechseln, neue Einlagen fertigen lassen rät er.
In 7 - 10 Tagen sollte es wieder weg sein meint er.
Gemäßigtes Laufen erlaubt er.

Als hätten meine Beine Angst vor Tabletten entschließen sie sich dazu, den Schmerz plötzlich einzustellen und erstaunen dadurch ihren Besitzer. Ich traue dem Braten nicht - doch auch zwei Tage später ist der Schmerz nicht zurückgekommen. Auch ein Läufchen verläuft komplett schmerzfrei. Ich wundere mich, komme mir irgendwie vom eigenen Körper veralbert vor, freue mich natürlich und schöpfe Hoffnung.
Vielleicht klappt es ja jetzt doch wieder mit einem regelmäßigen Training. ..

Kommentare:

ridlberg hat gesagt…

Das tut mir beim Lesen schon weh - also nicht der Fuß sondern die Läuferseele.

ich brauche jetzt die regelmäßigen Läufe.

Das kann ich so gut nachvollziehen. Es gibt keine Zeit, in der Laufen für mich wichtiger wäre, als im Moment. Aber es ist einfach nicht in Sicht.

In dem Sinne hoffe ich, dass Deine Schmerzen einfach dort bleiben, wo der Pfeffer wächst.

ultraistgut hat gesagt…

Lieber Stefan,

du hast mein Mitleid, das ist schon ganz schön gemein, wenn es einem so ergeht wie dir.

Ich halte dir alle Daumen, die mir zur Verfügung stehen, auf dass dieser elende Schmerz nie wieder kommen werde. Das kann einem schon die Freude verleiden.

Also, wie gesagt, ich halte alle Daumen - gaaaaaaaaaaaanz fest !

Stefan hat gesagt…

@ Anja:

Und ich hoffe, dass Deine Probleme meinen Schmerzen Gesellschaft leisten - da wo der Pfeffer wächst...

By the way: 6. Februar 2009 06:08
Frühstückst du am PC oder hattest du Schlafstörungen? ;-)


@ Margitta:

Das Daumen drücken scheint schon geholfen zu haben. Die gut 16 km heute verliefen schmerzfrei.
Bisher zumindest...

ridlberg hat gesagt…

@Stefan - 06:08 - da war ich schon 30 Minuten wach (ohne Wecker und Gott sei Dank im Moment ohne Schlafstörungen). Ich bin halt ein Early Bird und wenn mein Bester noch schläft, dann trinke ich meinen Kaffee tatsächlich vor dem Rechner.

Chris hat gesagt…

Halt die Ohren steif und mach ja nicht zuviel. Sonst ist die ganze Saison dann zu Ende... Gute Besserung

Stefan hat gesagt…

@ Anja: Ich halte es da eher mit deinem "Besten". Freiwillig würde es mich wohl nicht "mitten in der Nacht" vor den Rechner treiben, wenn ich noch schlafen könnte.
Im Moment sitz ich hier aber auch mit Müslischale und Käffchen... ;-).

@ Chris: "mach ja nicht zuviel."
Genau das ist die Gratwanderung, Chris.
Genug tun, damit es reicht um das Ziel zu erreichen - aber nicht zu viel, um sich keine Überlastungsschäden einzuhandeln.