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~ Nicht das Beginnen wird belohnt sondern einzig und allein das Durchhalten ~______
(Katharina von Siena)

Dienstag, 28. April 2009

Fotos vom 24-Stunden-Lauf am Seilersee

Als "Vorspeise" zum Bericht gibt es jetzt erst einmal ein paar Fotos zum 24-Stunden-Lauf am Seilersee in Iserlohn.
Einige wurden mit dem Handy gemacht, sind also qualitativ eingeschränkt.















Für Ruheecken und Massagen war gesorgt. (Der Grill gehört nicht zu mir!)











Auch die Kids (früher "Kinder" genannt) hatten Spass bei ihren Läufen.
























Nachts sorgte das Technische Hilfswerk für Erleuchtung. THW: Tolle Helfer! Weltklasse!













Besonders reizvoll: der Lauf in den Morgen hinein.













Gehrunde (meine letzte) mit Pete(r), Schlappen und Leergut ;-)





Stefan Weigelt (rotes Trägershirt) gewinnt den 24-Stunden-Lauf und Chef-Organisator Bernd Nuss (gelbes Shirt) ist mit seinem 24-Stunden-Lauf ein Gewinn für die (Ultra-)Lauf-Szene.

Mehr Fotos etc.

Vierminütiger Filmbericht der WDR Lokalzeit zum Lauf mit Tom Kuschel in der "Hauptrolle"


[Fotos: C. Sawade / St. Schirmer]

Sonntag, 26. April 2009

"Blasen-Schwäche"

Bin zurück vom 24-Stunden-Lauf am Seilersee in Iserlohn.

Ich war gar nicht so schlecht drauf wie befürchtet, aber wegen mehrerer Blasen an den Füßen musste ich leider vorzeitig aus der Rundensammelei aussteigen.

So sind nur gut 75 Kilometer zusammengekommen.

Da half dann auch die beste moralische Unterstützung nichts. ;-)

Schön war es trotz des Ausstiegs. Stimmung, Wetter und Organisation waren gut und aufgrund der "heimatnahen Lage" hatte ich viel Besuch an der Strecke.

Ein ausführlicher Bericht folgt noch.

Freitag, 24. April 2009

[Recycled] Heute vor 5 Jahren: Der besondere Trainingslauf

Animiert durch einige Blogger, die im Moment in ihre läuferische Vergangenheit zurückblicken, habe ich auch mal geschaut, was ich so vor 5 Jahren getrieben habe.
Und siehe da: ein besonderer Lauf stand an, den ich noch nachhaltig in Erinnerung habe und von dem auch ein kleiner Bericht (in "alter Rechtschreibung") existiert:

~ Der besondere Trainingslauf - Begleitung von Lan Demiri und Holger Schipper beim Spendenmarathon "Tortour de Ruhr" * ~

Es stand in der Zeitung: die beiden Extremläufer Lan Demiri und Holger Schipper haben zum dritten Mal einen Spendenlauf zugunsten wohltätiger Zwecke organisiert. Innerhalb von 11 Tagen wollen sie 10 Marathonläufe absolvieren, dabei das Ruhrgebiet durchqueren und am 24.4. am Parkplatz Hengsteysee, Dortmunder Str., eine Etappe über Herdecke, Wetter und Witten nach Bochum starten. Dabei würden sie auf die Begleitung vieler Hobbyläufer hoffen.
Ich änderte daraufhin meine Trainingsplanung etwas und zog den langen Lauf von Sonntag auf Samstag vor, um die beiden im Pulk mit anderen Läufern bis Wetter zu begleiten und dann alleine zurückzulaufen.
Um 8.00 war ich pünktlich am Motorradtreff angelangt. Lan, Holger und ein paar aus dem Team sowie Oberbürgermeister Wilfried Horn waren da. Aber kein anderer Läufer! Das wird wohl daran gelegen haben, daß am nächsten Tag der 2. Ruhrmarathon (von Dortmund nach Essen) startete und sich am Vortag kein "normaler" Läufer mehr einen langen Lauf antut. Nachdem der OB noch einen symbolischen Scheck überreicht hatte, begaben wir uns, begleitet durch den mit Fahrrad, Karte und Verpflegung ausgerüsteten Begleiter Michael Westphal, in angenehmem Lauftempo zu dritt auf die Strecke, die uns über die Brücke auf die Dortmunder Seite des Hengsteysees und dann entlang des Hengsteysees, der Ruhr und des Harkortsees zunächst bis Wetter führte. Es war sonst kaum jemand unterwegs. Über das Laufen und die Sehenswürdigkeiten an der Strecke plaudernd erreichten wir bei herrlichem, sonnigem Wetter, optimalen Temperaturen und Windstille, die die Seen fast wie Spiegel aussehen ließ, nach ungefähr einer Stunde Wetter.
Die drei waren von der Strecke sehr angetan, und auch auf mich strahlte sie aufgrund des tollen Wetters und des geringen "Gegenverkehrs" an diesem Morgen einen besonderen Zauber aus, obwohl ich sie schon -zig mal gelaufen bin.
Eine ungewöhnliche und etwas lustige Begegnung hatten wir auch noch: kurz vor Wetter kam uns ein 4 Läuferinnen starkes Grüppchen entgegen; offensichtlich Türkinnen, von denen einige in weiten Sachen und mit Kopftuch liefen. Das sieht man auch nicht alle Tage.
An der Eisenbahnbrücke verabschiedete ich mich von den dreien. Auf Holgers Wunsch hin haben sie schnell noch ein gemeinsames Foto gemacht. Während die Strecke der drei weiter Richtung Kemnader Stausee führte, trat ich den Rückweg an. Ich lernte Lan und Holger als sehr nette, sympathische Läufer kennen, denen ich sowohl hinsichtlich der läuferischen Leistung als auch hinsichtlich des damit verbundenen sozialen Engagements hohen Respekt zolle.
Aufgrund der interessanten Begegnung mit den beiden und des tollen Naturerlebnisses war dies einer meiner schönsten Läufe überhaupt, wofür sich das frühe Aufstehen allemal gelohnt hat.


[* Anmerkung: Die damalige "Tortour de Ruhr" hat nichts mit der gleichnamigen Ultralaufveranstaltung auf dem Ruhrtalradweg zu tun.]

Donnerstag, 23. April 2009

Zeit für ein kleines Comeback

Noch zwei Tage. Dann fällt der Startschuss zu meinem "Comeback" auf der langen Strecke.
Der Startschuss zu 24 Stunden und hoffentlich vielen Runden um den Iserlohner Seilersee.

Hinter mir liegen die langen Vorbereitungsläufe, die leider deutlich zu kurz ausfielen. Den letzten geplanten längeren Vorbereitungslauf musste ich leider auf gut 7 Kilometer zusammenstreichen, aber die Beine waren an diesem Tag irgendwie "falsch eingehängt" und die Oberschenkel wollten nicht kooperieren. Na ja, beim meinem eher mäßigen Trainingszustand kommt’s da ja vielleicht auch nicht mehr drauf an. Und dann gibt’s da ja auch noch die Theaterweisheit mit der missglückten Generalprobe... ;-)

Vor mir liegen (hoffentlich) 24 Stunden mit reichlich Bewegung, mit netten Begegnungen, mit neuen Erfahrungen und mit dem Ausloten von Grenzen, aber ohne Schlaf. Leistungserwartungen an mich selbst habe ich diesmal keine. Zumindest noch nicht. Ich sehe das Ganze eher als "Trainingslauf", bei dem die Gesundheit oberste Priorität haben soll. Ich will mich nicht zu sehr überfordern und "kaputt laufen"; schließlich habe ich dieses Jahr ja noch einiges vor. Trotzdem will ich nicht ausschließen, dass ich mir - wenn es gut läuft - nicht doch immer wieder kleine Ziele setze. Denn die Hoffnung auf ein gutes Resultat ist natürlich da.

Bereit liegen reichlich Lebensmittel für die Eigenverpflegung. Von Salzstangen und gesalzenen Erdnüssen über Kokosschokolade und Kabanossi bis hin zu Malzbier und Energydrinks. Dinge, die normalerweise gar nicht bei mir im Einkaufswagen landen würden, weil ich sie nicht so gerne mag oder weil sie zu viele Kalorien haben. Aber der Körper verlangt bei solch einem Lauf manchmal merkwürdige Dinge. Da ist es gut, wenn man auf süß, auf salzig und auf kalorienreich zurückgreifen kann.
Also wird am Wochenende neben zig Klamotten auch ein gut sortiertes Warenlager mit zum See genommen und es wird wieder so aussehen als würde ich umziehen… ;-)

In mir liegen Lampenfieber, Spannung, Zweifel, Zuversicht, Respekt vor der Strecke und Vorfreude nahe beieinander. Vorfreude auf alte und neue Gesichter, auf die entspannte und familiäre Atmosphäre, auf ein Hineinlaufen in den Morgen und auf besonders nette Besucher an der Strecke. ;-)
Dieser Lauf zieht mich jetzt wie magisch an und der Läufer in mir will unbedingt wieder auf die Piste. Der letzte Marathon ist fast ein Jahr her, der letzte Ultra schon eineinhalb Jahre.

Jetzt wird es Zeit.
Zeit für ein kleines Comeback.

Samstag, 18. April 2009

Einmal durch Europa – das TransEurope FootRace

Es gibt Leute, für die stellen gelaufene 10 Kilometer eine große Herausforderung dar. Wer schon einmal 10 Kilometer am Stück gelaufen ist wird so vielleicht über den Marathon denken. Und ein Marathon-Finisher denkt so dann möglicherweise über Distanzen von 100 Kilometern oder 100 Meilen.
Und selbst dies ist nur ein Bruchstück, ein kleines Mosaiksteinchen von dem, was die Teilnehmer des diesjährigen TransEurope FootRace sich vorgenommen haben: einmal durch Europa laufen, von Süden nach Norden, von Bari zum Nordkap. Satte 4485,6 Kilometer.

In 64 Etappen zwischen 44 und 95,1 km geht es dabei von Italien über Österreich, Deutschland, Schweden und Finnland bis zum Ziel in Norwegen. Durchschnittlich gut 70 Kilometer müssen dabei am Tag bewältigt werden. Ruhetage? Fehlanzeige. Wobei man auch noch bedenken muss, dass da ein paar Berge im Weg stehen und sich somit auch etliche Höhenmeter addieren werden.
Gemeldet für diese gigantische Lauftour, bei der Lust und Leid sicher nahe beieinander liegen werden, sind 68 Läufer aus 12 Nationen, darunter 12 Frauen und auch einige namhafte deutsche Teilnehmer. Die Geburtsjahrgänge der gemeldeten Läufer erstrecken sich von 1935 (!) bis 1983. Dabei sind auch „Wiederholungstäter“, die schon 2003 die erste Auflage des TransEurope FootRace erfolgreich beendeten. Damals führte der Lauf von Lissabon nach Moskau.
Gestartet wird der diesjährige Lauf am 19.04..

Drücken wir den Teilnehmern die Daumen, dass bei diesem Laufabenteuer möglichst viele halbwegs unbeschadet am 21.06. das Ziel erreichen.







Mehr Infos auf der Homepage des Veranstalters.