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~ Nicht das Beginnen wird belohnt sondern einzig und allein das Durchhalten ~______
(Katharina von Siena)

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Zwischen Hoffen und Bangen

Jetzt sind es nur noch gut 2 Wochen bis zu dem Lauf, der für mich den läuferischen Höhepunkt des Laufjahres bringen soll: ein erfolgreiches Finish beim Röntgenlauf-Ultramarathon über 63,3 km mit ordentlich Höhenmetern.
Dem Ganzen sehe ich allerdings mit etwas gemischten Gefühlen entgegen.
Von den geplanten drei Trainingsmarathons in den letzten Wochen konnte ich nur einen laufen, da mir eine Erkältung in die Quere kam.
Beim Sammeln von Höhenmetern musste ich ebenfalls zurückstecken.
Und das Gewicht sollte zu diesem Zeitpunkt auch schon deutlich niedriger sein als es tatsächlich ist

Viel Zeit zum Aufholen der Defizite, soweit dies überhaupt möglich ist, bleibt nicht mehr.
Und in meinem Hinterkopf weiss ich, dass es in etwa gleich starke Läufer zwar schon in gut 8 Stunden geschafft haben, andere aber auch erst nach dem offiziellen Zielschluss ins Ziel gekommen sind oder gar nach der Marathondistanz den Lauf beenden mussten.
Deshalb schwankt meine Gefühlswelt in Bezug auf den Röntgenlauf zwischen Vorfreude und Respekt vor der Strecke, zwischen Zuversicht und Angst vor einem DNF, zwischen Hoffen und Bangen.

Am 10.10. gibt es aber zur Vorbereitung noch einen 6-Stunden-Lauf: den „Gezeitenlauf“ in Otterndorf an der Elbmündung. Letztendlich ist dieser auch als Trainingslauf und eine Art Generalprobe für den Röntgenultra gedacht, weshalb ich ihn auch nicht „auf der letzten Rille“ laufen will. Trödeln will ich aber andererseits auch nicht, so dass ich ihn schon halbwegs ernsthaft absolvieren möchte.
Meine Bestmarke wird aber sicher nicht in „Gefahr“ sein; dazu fehlt mir die Form. Es werden auch nur volle 3,25 km-Runden gewertet.
Was in Anbetracht all dieser Umstände möglich sein wird warte ich mal ab. Kleine Ziele habe ich natürlich.

Da ich anschließend noch 1 Woche Urlaub an der Nordsee habe bedeutet das mangels Internet eine Blogpause vom 09.10. bis voraussichtlich 19.10..
Einen Bericht zum Lauf gibt es wenn ich wieder zurück bin.
Und vielleicht kann ich dann ja auch noch von einem entspannten Morgenlauf am Meer erzählen - mit orangefarbenem Himmel und Nebel auf den Wiesen...

Kommentare:

Hannes hat gesagt…

Verständlich, dass du da ein wenig ins Schwanken gerätst ... aber das klappt schon.

Urlaub an der Nordsee? Herrlich!
Wo genau? Langeoog ist sonst sehr zu empfehlen :D

Schönen Urlaub, genieße ihn!

Vopan hat gesagt…

Schönen Urlaub und gute Erholung !! Oder vielleicht passender : Viel Spass und Erfolg im Trainingslager !!!Daumen drückend für den Gezeitenlauf werde ich in der Zeit deine netten Blogeinträge vermissen.

Gib Alles
VOPAN

Stefan hat gesagt…

Hannes, es geht nach Cuxhaven. Da bin ich mindestens zum 6. Mal, weil's mir da so gut gefällt. Wobei ich bzgl. Urlaubszielen ja eigentlich kein "Wiederholungstäter" bin.

Danke, Vopan. Daumen drücken kann ja nie schaden. ;-)

Horst - H. aus Hagen - Emst hat gesagt…

Hallo Stefan,
viel Erfolg beim Lauf in Otterndorf. Ich war dort in diesem Jahr als der Nordseelauf stattfand.
Ein schöner Urlaubsort in der Nähe der Elbe mit einem tollen Ratskeller!
Vielleicht sehen wir uns beim Röntgenlauf, ich präsentiere und verkaufe dort wieder die SPIRALIX.
Ich drücke Dir schon heute die Daumen, dass Du die Kilometer auf der anspruchvollen Strecke gut unter die Schuhe bekommst.
Wie immer, mit laufsportlichen
F(Gr)üßen aus Hagen - Emst
Horst - H.

Stefan hat gesagt…

Danke Horst!
Urlaub machen wir ja 15 km weiter in Cuxhaven - das kennst du vom EWE-Nordseelauf ja auch. Und da freu ich mich schon auf Labskaus, Kaiserschmarrn und Oma Behrens' Apfelkuchen. ;-)
Wenn ich's schaffe komm ich in Remscheid vor dem Start mal eben am Stand vorbei um Hallo zu sagen.

Pienznaeschen hat gesagt…

Ohhh, es geht ans Meer, an die Nordsee *Neid*
Genieße die Woche und habe einen tolle Zeit, für Samstag toi toi toi und ansonsten wünsch ich Dir mindestens einen Morgenlauf mit wunderschönem HImmel und das Du ausschlafen kannst ...

Stefan hat gesagt…

Danke schön, Julia.
Das sind genau die Dinge die ich mir für den Urlaub auch wünsche - unter anderem. ;-)

Evchen hat gesagt…

Ach, schau einfach so spontan wie möglich, wie Du Dich vorher fühlst. Du bist doch schon ein alter (alt nur in Bezug auf erfahren, gelle?)Laufhase, da kannst Du Dich doch recht gut einschätzen.

Ich wünsche Dir auch einen wunderschönen Urlaub und bring uns schönen Lesestoff mit, ja? :-)

Stefan hat gesagt…

Evchen, sooo erfahren bin ich nun auch noch nicht. Profilierte Läufe gingen bei mir bisher noch nicht weiter als 42,2 km - der Röntgenultra ist somit sozusagen Neuland für mich. Da ist es mit der Selbsteinschätzung nicht so einfach.

Danke für die Urlaubswünsche. Was den Lesestoff betrifft schaue ich mal was ich machen kann. ;-)

Steffen hat gesagt…

Kopf hoch, das geht schon. Habe auch schon bei so manchem Lauf, bei dem ich vermeintlich schlecht vorbereitet war, aber vielleicht gerade deshalb locker angegangen bin, trotzdem in wirklich guten Zeiten gefinisht, und da war auch mein erster 100er mit dabei.

Also, das wird schon und ich drücke Dir gaaanz fest die Daumen!

LG
Steffen

P.S. Schönen Urlaub!

ultraistgut hat gesagt…

Ach, Stefan, laufe einfach so wie du kannst, zerbrich dir nicht den Kopf vorher, wenn man nicht so gut vorbereitet starten kann, wie man sich es erwünscht hätte, dann geht es eben langsamer, nimm es leicht, dann geht es meistens am besten.

Erst mal sehen, was der Lauf am 10. Oktober bringen wird, dann kannst du deine derzeitige Position Kondition mäßig bestimmt besser einschätzen.

Egal - wie auch immer - Hauptsache nicht übernehmen.

Viel Glück !

Marco hat gesagt…

Das schaffst du schon. Lauf einfach los und mach dir die Birne frei.
Ich habe am Sonntag auch in Köln meine 68 kilometer geschafft trotz nur 1000 Trainingskilomter in 2009. Einfach laufen lassen.
Vielleicht starte ich dort auch noch kurzentschlossen. Wollte ich 2008 schon laufen aber da war ich krank. Schönen Kurzurlaub und ich freu mich auf deinen bericht.

Viel Glück
Marco

Stefan hat gesagt…

Steffen, danke für's Daumen drücken. An "gute Zeiten" brauch ich allerdings keinen Gedanken zu verschwenden. Für mich persönlich ist da alles "gute Zeit" was vor Zielschluss ist. ;-)

Margitta, übernehmen werde ich mich sicher nicht, sondern das Ganze eher "behutsam" angehen.
Der Lauf am 10.10. wird mir sicher bei der Standortbestimmung weiterhelfen.
Danke!

Danke, Marco!
Will mal hoffen, dass das mit "Birne frei" klappt. ;-)

Anonym hat gesagt…

Hoffen und Bangen, das ist die falsche Strategie um einen Ultra zu finishen. Eine erfolgreiche Strategie kann nur lauten: Ziele definieren, darauf hinarbeiten, nicht grübeln, finishen, basta! Sorry für die klaren Worte, aber ich bin sicher Du schaffst es. Nutze die verbleibende Zeit zum intensiven Training - immer das Ziel vor Augen, dann wird es gelingen. Ich erwarte eine Erfolgsmeldung von Dir, etwas anders kommt nicht in die Tüte.

"Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen ." JWvG

Liebe Grüße von P aus H

Ach ja, schönen Urlaub...

Marcus hat gesagt…

Ich wünsche Dir/Euch einen wunderbaren Urlaub! Genießt die schöne Zeit und viel Freude.

Hoffentlich habt Ihr angenehmes Wetter. :)

Gerd hat gesagt…

Nimm einfach das was geht und genieße es. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß.
Ich drücke die Daumen das alles klappt!

Chris hat gesagt…

Ou ja, deine Laufberichte vom Meer sind jeweils so poetisch!

Stefan hat gesagt…

So, ich bin wieder in der Heimat!

@ P aus H ;-):
Das Ziel ist klar definiert.
Aber ich bin auch Realist genug um zu wissen, dass es nach der bescheidenen Vorbereitung ein hartes Stück Arbeit wird und es keinen Grund für grenzenlose Zuversicht gibt.
"Hoffen und Bangen" ist daher keine Strategie, sondern eher eine Beschreibung des momentanen Gefühlszustandes.
Ich vertraue aber auf meine Willensstärke, die ich ja beim Gezeitenlauf (Bericht folgt) wieder mal schulen konnte.

Danke, Marcus!
Jetzt bin ich ja schon wieder da, aber das Wetter war meistens zumindest trocken, allerdings mit um die 8-10° recht frisch.

Danke, Gerd! Ich hoffe, dass ich beim Röntgenlauf auch ein wenig zum Genießen komme. Vorgenommen habe ich es mir zumindest. ;-)

Chris, in den nächsten Tagen wird es auch noch einen kleinen Laufbericht vom Meer geben.